Urknall durch Quantenfluktuation(en)?


Die Relativitätstheorie basiert auf dem Relativitätsprinzip von Galileo. Hier ist Raum, Fragen zur Relativität zur diskutieren.

Myon

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Beitrag Mo 20. Jul 2015, 18:57

Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

Es gibt eine Theorie, nach welcher der „Urknall“ ganz grob ungefähr so erfolgte:

1. Quantenfluktuation im Vakuum
2. Ein Feld macht tieferes Potential möglich
3. Phasenverzug
4. irgend was passiert (ist jetzt mal egal)
5. Antimaterie und Materie heben sich auf, aber es bleibt was übrig, nämlich unser Universum. (Energie und Antigravitation oder so ähnlich…)


Ich habe bei dieser Theorie nicht verstanden, ob Deutung A oder B gilt :? :

Deutung A:
Das Universum ist aus dem Symmetriebruch einer EINZIGEN Quantenfluktuation entstanden.


Deutung B:
Alle, oder sehr viele Quantenfluktuationen sind durch den „tiefergelegten“ Feldnullpunkt am „Urknall“ beteiligt.


Oder dasselbe anders gefragt :? :

Kam es zum „Urknall“ wegen einer besonderen Situation an einem EINZIGEN Punkt, bzw. einem einzelnen aufgetauchten Quant,

ODER ist die besondere Situation die gewesen, dass das Feld überall einen tieferen Nullpunkt erlaubt hat, und in diesem Moment zufällig alle, oder sehr viele Quanten sich nicht sofort entscheiden konnten diesen tieferen Punkt einzunehmen.

Oder nochmals anders gefragt :? :

Hat EIN EINZIGES Quant beim Phasenübergang gezögert,

oder haben alle Quanten im Vakuum zufällig sich nicht entscheiden können,
einen tieferen Energiepunkt einzunehmen :?:

Anti-Neutron

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Beitrag Di 21. Jul 2015, 08:34

mahado hat geschrieben:Kam es zum „Urknall“ wegen einer besonderen Situation an einem EINZIGEN Punkt, bzw. einem einzelnen aufgetauchten Quant,

Hallo mahado,

diese Frage ist mit dem heutigen Wissenstand nicht wirklich beantwortbar, weil wir noch keine allgemein anerkannte Theorie der Quantengravitaton haben. Die Loop-Quantengravitation macht einige Aussagen über den Urknall (s. populärwissenschaftliche Bücher von M. Bojowald), aber auch dort ist die Theorienbildung in Bewegung.

Ich empfehle hier die Vorstellung eines immer unendlich ausgedehnten Universums, dessen Ursprung unbekannt ist. Das früheste für uns zugängliche Ereignis ist die inflationäre Ära und auch die ist nicht in allen Details verstanden.

Die von dir angesprochenen Quantenfluktuationen sind Fluktuationen des Inflatonfeldes. Daraus haben sich die ersten gravitativ wirksamen Inhomogenitäten gebildet.
Freundliche Grüße, B.

Myon

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Beitrag Do 23. Jul 2015, 14:06

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

Ich habe mir den sehr interessanten Artikel über die kosmische Inflation durchgelesen :idea:

Wohlwissend, dass sich bei Inflation nach dem Urknall nur der Raum mit Überlichtgeschwindigkeit ausgedehnt haben soll möchte ich ein Gedankenexperiment durchführen:

Vielleicht hat sich ja doch für den Bruchteil einer Sekunde bei der Entstehung des Universums eine normalerweise unmögliche Überlichtgeschwindigkeit während der Inflation eingestellt, mit folgendem Ablauf:

Phase A: Die gigantische Energiedichte ist in der Lage, die Energie (Energie = Masse) AUSNAHMSWEISE doch einmal auf Überlichtgeschwindigkeit zu beschleunigen.

Phase B: Die Überlichtgeschwindigkeit wird knapp überschritten (ausnahmsweise mal für den Bruchteil einer Trilliardstel Sekunde).

Phase C: Dadurch muss gemäß der Relativitätstheorie die Zeit rückwärts laufen und man ist wieder bei Phase A.

Dadurch kommt man in eine Zeitschleife, wodurch in einer Kettenreaktion immer neue Energie geschaffen wird aus sich selbst heraus, also eine Art Perpetuum Mobile. Das geht solange, bis das nun größere Volumen des Universums die Energiedichte reduziert, und so die Kettenreaktion unterbricht.

Danach läuft alles normal weiter.

Wer kann sicher sagen, dass während der Inflationsphase ausschließlich der Raum sich mit Überlichtgeschwindigkeit ausgebreitet hat und nicht auch Energieanteile (Photonen o.ä.) mitgeschoben wurden :?:

wjl

Anti-Myon

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Beitrag Fr 24. Jul 2015, 07:44

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

kannst du sicher sagen dass schon energie war, die verteilt werden konnte und nicht nur konzentrierter raum sich entspannte.

Myon

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Beitrag Fr 24. Jul 2015, 13:10

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

Ich kann nur sicher sagen, dass ich nichts sicher sagen kann.

Übrigens die Formulierung:

„ … Konzentrierter Raum, der sich entspannt … “

ist eine sehr interessante Formulierung.

Hab ich so noch nicht gehört oder gelesen.

Vielleicht kann man sie anwenden für eine griffigere Vorstellung von der negativen Gravitation, oder dem negativer Druck.

wjl

Anti-Myon

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Beitrag Sa 25. Jul 2015, 08:23

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

wie soll eine quantenfluktration ein ganzes universum erschaffen, oder willst du die fluktrationen aller quanten des universums syncronisieren?

Myon

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Beitrag Sa 25. Jul 2015, 09:32

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

Hier ein Video (Quantenfluktuation ab Minute 29)

https://www.youtube.com/watch?v=hrJViSH6Klo

wjl

Anti-Myon

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Beitrag Sa 25. Jul 2015, 10:35

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

Ab minute 29?
Und die soll den Urknall verursacht haben?
Du widerlegst dich ja selbst!
Das kann auch nicht jeder aber ein kennzeichen für ernsthaftes Arbeiten und kein verschweigen von fehlern.
Leider ist themawechsel durch nicht mehr ansprechen zb von thema materie und antimaterie nicht auch verschweigen von fehlern oder irrwegen, denn die wandlung von energie in materie und antmaterie ist auch nicht erklärt, denn woher die Energie ohne entstehung von energie davor.
Riesen lücken, und wir schreiten weiter, weil ungeklärtes bei seite gelegt wird, da zu schwierig.

Myon

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Beitrag Sa 25. Jul 2015, 11:46

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

Man muss wohl das ganze Video betrachten, nicht nur ausschließlich den Bereich um die 29. Minute.

Man nimmt dort ein Feld an, welches sowohl neue als auch niedrigere Energiepotentiale zulässt. Dadurch finden die immer vorhandenen Quantenfluktuationen in einem falschen Vakuum statt. Das verzögerte zurückspringen in das echte Vakuum soll dabei der Motor für die Inflation sein.

Die Sache mit dem negativen Druck bzw. negative Gravitation wird im Video zwar logisch erklärt, habe ich aber noch nicht ganz begriffen.

Was in dem Video erklärt wird, ist natürlich nur eine Hypothese. Aber auch wenn es nur eine Hypothese ist, habe ich versucht diese zu verstehen, was mir aber noch nicht ganz gelungen ist.


PS: Bezüglich der Energie von Materie und Antimaterie hätte ich gedacht, dass diese sich gegenseitig aufheben. Materie und Antimaterie können spontan (ohne zusätzlichen Energieeinsatz) entstehen und sich wieder gegenseitig eliminieren.

wjl

Anti-Myon

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Beitrag So 26. Jul 2015, 08:18

Re: Urknall durch Quantenfluktuation(en)?

vielleicht sollte ich deinem beispiel folgen und mir das video reinziehen, aber leider nur animation , ein von menschen erstellter trickfilm, also subjektiv und keine objektive beobachtung.
animationen sind nur scheinbar ein beweis

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