Sternenbeobachtung


Die Relativitätstheorie basiert auf dem Relativitätsprinzip von Galileo. Hier ist Raum, Fragen zur Relativität zur diskutieren.

Graviton

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Beitrag Do 9. Apr 2015, 23:12

Sternenbeobachtung

Hallo, mich beschäftigt eine Frage und zwar zu folgendem:

Wenn ich abends im Freien stehe und in den Sternenhimmel sehe. Dann ein Auge schließe. Mit dem sehenden auge einen Stern mir ansehe und dann meinen Kopf etwas flott weiterdrehe.
Dann bewegt sich gleichzeitig auch der Lichtpunkt.
So die frage die mich beschäftigt ist wie schnell dreht sich dann der stern bezüglich einen mit meinem kopf fix verbundenen Koordinatensystems?

Danke für Anregungen
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langlebiges Kaon

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Beitrag Fr 10. Apr 2015, 07:15

Re: Sternenbeobachtung

Moin lucas_,

Das hängt natürlich davon ab, wie schnell du den Kopf bewegst. Nehmen wir mal an, du bewegst ihn von 45° links nach 45° rechts in einer Sekunde. Das ist dann eine Winkelgeschwindigkeit von 90° pro Sekunde. In Radian ist das Pi/s. Du musst also die Entfernung zum Stern mit Pi/s multiplizieren um die Geschwindigkeit zu erhalten.

Gruß,
Joachim

Graviton

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Beitrag Fr 10. Apr 2015, 14:40

Re: Sternenbeobachtung

hallo danke für die antwort, vielleicht können wir uns das bsp noch etwas konkreter ansehen


Wie ist das zb bei einem Stern der zb 2,5.10hoch6 Lj entfernt ist

2,5.10hoch6 Lj entfernter Stern
1LJ 9*10hoch15m

TangentialGeschwindigkeit Pi.2,25*10 hoch 22 m/s grob ??
(dachte immer es gibt nix schnelleres als lichtgeschwindigkeit )
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langlebiges Kaon

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Beitrag Fr 10. Apr 2015, 15:22

Re: Sternenbeobachtung

lucas_ hat geschrieben:TangentialGeschwindigkeit Pi.2,25*10 hoch 22 m/s grob ??
(dachte immer es gibt nix schnelleres als lichtgeschwindigkeit )


Genau.
(Tja, haste wohl falsch gedacht) ;)

Graviton

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Beitrag Fr 10. Apr 2015, 22:06

Re: Sternenbeobachtung

Hallo,

ich muß nochmal neugieriger weise nachfragen...

warum is das beobachtbar :eine geschwindigkeit größer als die lichtgeschwindigkeit?

Funktioniert unsere wahrnehmung unendlich schnell?

mfg

kurzlebiges Kaon

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Beitrag Fr 10. Apr 2015, 23:29

Re: Sternenbeobachtung

Das Produkt von Abstand und beobachteter Winkelgeschwindigkeit ist nicht die Geschwindigkeit quer zur Sichtlinie.
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langlebiges Kaon

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Beitrag Sa 11. Apr 2015, 16:58

Re: Sternenbeobachtung

Naja, wenn wir ein nicht inertiales Koordinatensystem definieren, das sich relativ zu einem Inertialsystem in einigen Gebieten schneller als Licht bewegt, sollten wir uns nicht wundern, dass es in diesem Koordinatensystem überlichtschnelle Objekte gibt. Wundern würde ich mich vielmehr, denn sich der Stern mit der Kopfdrehung mitdrehen würde. Warum sollte er das tun?

Das rotierende Koordinatensysteme keine Inertialsysteme sind, sollte Schulwissen sein.

Gruß,
Joachim

Graviton

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Beitrag So 12. Apr 2015, 20:27

Re: Sternenbeobachtung

Hallo, Danke für die Retour meldungen

hab noch mal drüber nachgedacht und da sind einige zweifel aufgetaucht, was irgendwie auch einen spannende komponente hat.

1)kann ma überhaupt annehmen dass das was gesehn wurde ein objekt ist? In gewisserweise ist ja das "objekt" an sich nicht sichbar sonderen nur das Licht .
Also existiert der Stern nur Gedanklich? gg so wie alle objekte körper ?

2) Hab mal überlegt wie ein Ortsvektor dorthin aussehn könnte. Für ein kleines delta t .. existiert eigentlich dann auch keine geradlinige verbindung durch dieses raumzeitkontinuum
insofern kann man dann auch nicht von geschwindigkeit reden im sinne von Erdvorstellung?

mfg

Anti-Neutron

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Beitrag Mo 13. Apr 2015, 08:31

Hallo lucas_

man kann in dem von dir vorgeschlagenen System durchaus Physik betreiben, allerdings auf eine ziemlich unzweckmäßige Art und Weise. Ein einfaches Beispiel: Ein ruhender Körper in dem rotierenden System, der sich nicht im Ursprung befindet erfährt eine Zentrifugalkraft, weg vom Ursprung. Ferner bewegt sich der Stern aber offensichtlich in diesem System entgegen der Drehrichtung. Die entstehenden Scheinkräfte in dem rotierenden System müssen also so beschaffen sein, dass der Stern scheinbar auf einer "stabilen Bahn" gehalten wird. Man kann das im Prinzip auch mathematisch ausformulieren, nur macht das eigentlich niemand, weil man das Ergebnis ja schon vor der konkreten Rechnung kennt.

Diese Eigenschaft, dass es egal sein sollte, welches Koordinatensystem man verwendet, wird in der Physik Kovarianz genannt. Die newtonsche Physik beitzt diese Eigenschaft allerdings nicht in allen Fällen, weswegen es da entsprechende Weiterentwicklungen gab (Relativitätstheorie). Man muss sich da aber auf eine Menge Mathematik einstellen, wenn man das im Detail nachvollziehen will.
MfG
Freundliche Grüße, B.

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