Beitrag Di 28. Apr 2015, 09:50

Was ist eigentlich Mathematik ?

Die meisten werden das jetzt vielleicht für eine dumme,eine banale Frage halten. :roll:

Fakt ist aber,Mathematik ist insofern keine Naturwissenschaft,in sofern sie eben nicht die Natur beobachtet und misst sonder vielmehr Dinge erst einmal quasi willkürlich vorraussetzt.

Grundlage der Mathematik sind die Axiome,also Annahmen,die man macht.

Axiome sind,wie alle annahmen eben nicht beweisbar ,nicht nachweisbar.
Sie sollen/sollten aber sinnvoll sein,was immer das jetzt heißt.

Die Naturwissenschaft geht da einen völlig anderen Weg.
Man beobachtet man misst die Natur.Durch diese Beobachtungen versucht man Erklärungen und Modelle zu finden unserer Welt.

Kein ernstzunehmender Wissenschaftler würde einfach irgendwelche Annahmen machen und darauf sein Weltbild aufbauen ?!

Ich kann annehmen,kann behaupten,es gäbe Gott,kann behaupten,es gäbe das große Spagettimonster.
Beweist mir mal das Gegenteil !

Genauso wenig wie ich beweisen kann,daß es das große Spagettimonster gibt,genauso wenig könnt ihr mir dessen Nichtexistenz beweisen.

Prinzipiell ließe sich mit sinnvollen oder auch willkürlichen Vorraussetzungen,respektive Annahmen,respektive Behauptungen eine quasi unendliche Anzahl von Modellen erstellen über die Natur unserer Welt.

In sofern wäre Mathematik nur eines dieser möglichen Modelle.

Warum aber kann ich mit diesem auf unbeweisbaren Annahmen (Axiomen) beruhenden Weltbild nun die Natur in den Naturwissenschaften so trefflich beschreiben und erklären ? :?:

Die Schönheit,das grandiose an der Relativitätstheorie ist ihre mathematische Beschreibung.
(Ja,Mathematik kann schön sein)

Warum kann ein auf willkürlichen Annahmen beruhendes Weltmodell naturwissenschaftliche Phänomene so treffend so schön,sostimmig erklären ? :?:

Was zeichnet die Mathematik also vor allen anderen Weltmodellen aus,dieversuchen das Universum zu erklären?

Ließe sich die RT auch durch meine (geniale) Annahme des Spagettimonsters erklären ?


Warum wird die Mathematik von vielen heute quasi als Naturwissenschaft wahrgenommen ?

Oder ein viel simpleres Beispiel:

1 +1 =2

Das versteht jeder,glaubt jeder verstanden zu haben.

Ein Apfel und ein Apfel sind zwei Äpfel.

ABER:
sind diese beiden Äpfel nicht zwei völlig verschiedene Gegenstände.

Ich erfinde hier quasi ein Konzept von "Apfel",das besagt,Äpfel wären quasi Identische,austauschbare "Dinge".
Dieses Konzept ist aber,auch wenn Äpfel einander sehr ähneln,eine künstliche Annahme,die ich mache.



So,ich hoffe,das war jetzt nicht zu esotherisch und zu verworren und es wird klar,womit ich miit meiner Frage abziele.

In sofern bin ich schon sehr gespannt auf eure Ansichten,eure Antworten