"Konfliktphysik"


Hier soll es um die Grundlagen von Wissenschaft gehen. Wie erkennen wir was ist und wie kommt man dadurch auf eine wissenschaftliche Theorie.

Anti-Neutron

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Beitrag Di 17. Mär 2015, 22:42

BLUBB hat geschrieben:Meine Forschungen drängen den Schluß geradezu auf, daß ...

Hallo BLUBB,

in der Forschung ist es eigentlich üblich als Forschung nur das zu bezeichnen, was auch tatsächlich Forschung ist :) . Da du aber vermutlich an keinem Forschungsinstitut arbeitest, würde ich deine "Forschungen" lieber "Überlegungen" bzw. "Beobachtungen" oder "Eindrücke" nennen. Das wäre dann ehrlicher und würde die weitere Diskussion erheblich erleichtern, falls da noch weitere Beiträge von dir kommen sollten.
MfG
Freundliche Grüße, B.

Elektron

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Beitrag Do 30. Apr 2015, 08:44

Re: "Konfliktphysik"

Ich finde auch solche Diskussionen hier wichtig und interessant.

Einerseits wird und sollte hier in den Fachforen eben auf "wissenschaftliche" Weise über die jeweils zugrunde liegenden Theorien und deren Deutung diskutiert.

Andererseits versuchen ich und viele andere Laien,sich da aber ein "Bild" zu machen,wie man sich die Erkenntnisse der Physik noch irgendwie veranschaulichen könnte.
Mitunter habe ich auch schon das Gefühl,das auch aktiv damit beschäftigte Physiker sich gerade im Bereich Kosmologie,und Quantenphysik nicht wirklich vorstellen können,was sie da gerade erforschen.

Ich will und kann nicht über Dinge urteilen,die ich nicht verstehe.

Aber mir scheint klar,daß es Bereiche in der Physik gibt,die sich der unmittelbaren Anschauung entziehen.
Das muß man wohl so hinnehmen.Das heißt selbstverständlich nicht,daß das irrelevant wäre.

Poulärwissenschaftliche Publikationen versuchen mit Metaphern diese Erkenntnisse verständlich zu machen.
Elementarteilchen werden hier zB immer als "kugeln dargestellt.
Das hat ZB nichts mit der zu Grunde liegenden Theorie zu tuen.
Das ist einerseits irreführend und gibt sicher bei den interessierten Laien ein falsches Bild.

[i]Aber andererseits muß man ja irgendwie versuchen,die Modelle der aktuellen Physik irgendwie zu erklären[/i] :!:
(..und zwar so,daß es allgemein verstanden wird)

Das führt auch hier im Forum immer wieder zu Konflikten.
Die Wissenschaftler finden derartige Alltagsveranschaulichungen und die daraus (logischerweise) entstehenden (laienhaften)Spekulationen
sicher unseriös,unwissenschaftlich und irrelevant.
Laien fühlen sich nicht ernst genommen.

Joachim hat da ein neues Forum Wisenschaftsphilosophie eröffnet,wo man vielleicht solche Dinge besser diskutieren könnte,ohne das sich da jemand "auf den Schlips getreten fühlt.

Gluon

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Beitrag So 24. Mai 2015, 19:51

Re:

Bernhard hat geschrieben:
BLUBB hat geschrieben:Meine Forschungen drängen den Schluß geradezu auf, daß ...

Hallo BLUBB,

in der Forschung ist es eigentlich üblich als Forschung nur das zu bezeichnen, was auch tatsächlich Forschung ist :) . Da du aber vermutlich an keinem Forschungsinstitut arbeitest, würde ich deine "Forschungen" lieber "Überlegungen" bzw. "Beobachtungen" oder "Eindrücke" nennen. Das wäre dann ehrlicher und würde die weitere Diskussion erheblich erleichtern, falls da noch weitere Beiträge von dir kommen sollten.
MfG

Ich fand es ehrlicher von Forschung zu sprechen, denn was ich geleistet habe mit fundierten Recherchen, Analysen und Auseinandersetzungen mit renommierten Experten, geht weit über das hinaus, was mit Überlegungen, Beobachtungen, Eindrücken usw. korrekt bezeichnet ist.

Die Grundlage meiner Arbeit floss beispielsweise in die bis dato größte Studie zur Lebensqualität von Schmerzpatienten ein, die von der IASP getragen wurde, eine internationale Organisation von Schmerzforschern, und ein Berechnungsverfahren zum Ausgleichen von negativen Wahrnehmungen durch positive (über Adäquanz-Kommensurabilität) hätte eigentlich in einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden sollen, in dem üblicherweise nur Professoren schreiben. Ich verzichtete jedoch auf das Veröffentlichungsangebot des Herausgebers, einem renommierten Ökonom, dem weltweit sämtlich Schätzverfahren zum Ermitteln humanitärer Schäden bekannt sind und veröffentlichte es auf einer meiner Internetseiten.
ALLE PHILOSOPHIE ENDET AM ANFANG.

Gluon

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Beitrag So 24. Mai 2015, 20:00

Re: "Konfliktphysik"

Volker123 hat geschrieben:Ich finde auch solche Diskussionen hier wichtig und interessant.

...

Joachim hat da ein neues Forum Wisenschaftsphilosophie eröffnet,wo man vielleicht solche Dinge besser diskutieren könnte,ohne das sich da jemand "auf den Schlips getreten fühlt.

Danke Volker123! Ich hätte nichts dagegen, wenn mein Thread dorthin verschoben wird. (Wo finde ich das Antragsformular ...? ;-)
ALLE PHILOSOPHIE ENDET AM ANFANG.

wjl

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Beitrag Sa 5. Sep 2015, 18:13

Re: "Konfliktphysik"

Kann man Überlegungen nicht als Hilfreich betrachten, während praktische Forschung wohl an das Handeln von Kindern erinnert, die so lang spielen(variieren) bis sie den Umschlagpunkt zur neuen Qualität finden.
Dies ist mehr Forschung als durch theoretische Analyse und Vergleich zu neuen Ansätzen zu finden?
Die experimentelle Physik taugt nur zu Präzisieren der Ergebnisse und bekommt ein neues lohnendes Ziel durch die Arbeit der theoretischen Physik.
Das im Nebel rumstochern durch experimentelle Physik bringt selten ein Ergebnis.
-
Gibt es Überlegungen (beim LHC) neues Material zu gewinnen durch gezielten Zerfall, was wirtschaftlich nutzbar wäre?
Nur Betastrahlung der Zerfallsprodukte könnten eine Gefahr in der Nähe darstellen.
Zur Anregung von Gammastrahlung fehlt die Energie.

Anti-Neutron

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Beitrag Sa 5. Sep 2015, 21:47

wjl hat geschrieben:Gibt es Überlegungen (beim LHC) neues Material zu gewinnen durch gezielten Zerfall, was wirtschaftlich nutzbar wäre?

Am LHC interessiert man sich, so viel ich weiß, eher für das Higgs-Boson, Supersymmetrie und Dunkle Materie.
Freundliche Grüße, B.

wjl

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Beitrag So 20. Sep 2015, 12:33

Re: "Konfliktphysik"

Also alle Forschung zu Erhaltung dieses Weltbildes, damit die Selbstwiderlegung nicht siegt. Ansonsten wäre eine neues Weltbild zu entwickeln.
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Beitrag Mo 21. Sep 2015, 09:01

Re: "Konfliktphysik"

wjl hat geschrieben:Also alle Forschung zu Erhaltung dieses Weltbildes, damit die Selbstwiderlegung nicht siegt. Ansonsten wäre eine neues Weltbild zu entwickeln.


Tatsächlich ist es genau das Gegenteil: CERN arbeitet mit hochdruck daran, Hinweise auf "Neue Physik" zu finden, also auf experimentelle Ergebnisse, die mit dem Standardmodell der Elementarteilchenphysik nicht erklärt werden können. Solche Ergebnisse können einen Wink geben, in welche Richtung die theoretische Teilchenphysik weiterarbeiten soll.
Die Entdeckung des Higgs-Teilchens als letzten unbeobachteten Vertreter des Standardmodells war ein großer Erfolg, noch besser für die Teilchenphysik wäre es aber etwas ganz unvorhergesehenes zu entdecken.

Gruß,
Joachim

wjl

Anti-Myon

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Beitrag Sa 10. Okt 2015, 15:02

Re: "Konfliktphysik"

danke, für aufschlussreiche Antwort-
fällt aber genug an, was revidierung der Aussagen erzwingt.
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