zeitlicher Sonnenstand


Hier ist Platz für alle physikalischen Themen, die nicht so recht in die obigen Kategorien passen. Legt hier gerne neue Themen an, bei deren Einordnung ihr unsicher seid. Wir verschieben sie dann an den richtigen Platz.

Neutrino

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Beitrag Di 1. Mai 2012, 14:08

zeitlicher Sonnenstand

Hallo zusammen,

meine Frage ist, wie sich die zeitliche Winkelhöhe der Sonne bezüglich des Horizonts verhält.
Zuerst denk man ja, dass dies ähnlich einer vertikal verschobenen Sinuskurve sein muss.
Ist es aber tatsächlich eine Sinuskurve?

Ich hätte spontan mal darauf getippt:
$ \theta(t)=-\epsilon + \left( \frac{\pi}{2} - \Psi \right) \cos(-2 \pi \frac{t}{24 \mathrm{h}}) $
mit
$\epsilon$: derzeitige Achsenneigung der Erde bezüglich der Sonne
$\Psi$: Breitengrad
$t$: Zeit

Ist das tatsächlich so, oder ist die Kurve durch irgendwelche Effekte signifikant verzerrt?

Grüße,
larsd

Anti-Neutron

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Beitrag Do 3. Mai 2012, 23:56

Re: zeitlicher Sonnenstand

larsd hat geschrieben:$\epsilon$: derzeitige Achsenneigung der Erde bezüglich der Sonne

Hallo larsd,

meinst Du damit die Schiefe der Ekliptik, also gut 23°, oder etwas anderes?

Ist das tatsächlich so, oder ist die Kurve durch irgendwelche Effekte signifikant verzerrt?

Mir fehlt in der Formel noch die Position der Erde. Die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel ist bekanntlich von der Jahreszeit abhängig. Am deutlichsten ist das an den Polen zu sehen. Dort ist die Höhe der Sonne über dem Horizont an einem Tag näherungsweise konstant. Am 21.6. hat die Sonne am Nordpol mit etwas mehr als 23° den größten Abstand vom Horizont. Am 20.3 und 22.9 bewegt sich die Sonne entlang des Horizontes und im Winter ist sie bekanntlich gar nicht mehr zu sehen. Diese Effekte muss die gesuchte Formel korrekt beschreiben.

Mehr zum Thema findest Du auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenstand

Die wichtigsten Koordinatensysteme zum Thema und die verschiedenen Transformationsformeln zwischen diesen Systemen findet man in dem sehr empfehlenswerten Buch von O. Montenbruck, "Grundlagen der Ephemeridenrechnung"
Gruß
Freundliche Grüße, B.

Neutrino

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Beitrag Fr 4. Mai 2012, 06:16

Re: zeitlicher Sonnenstand

Hallo Bernhard,

danke für deine Antwort. Mh, also ich war eben mehr am Verlauf des Sonnenstands an einem Tag interessiert, und habe daher einfach mal die effektive (spürbare) Achsenneigung der Erde bezüglich der Sonne als konstant angesehen, (ist eben irgendein Wert zwischen -23.5° und 23.5°) (Das meinst du wahrscheinlich mit Position der Erde?). So ergibt sich für $\Psi = \frac{\pi}{2}$ (Nordpol) auch der gewünschte konstante Sonnenstand von $- \epsilon (t)$.

Ich dachte auch zuerst daran, dass man dies doch schnell mal herleiten können muss, allerdings, habe ich das bisher noch nicht gemacht. $\Rightarrow$ Danke für die Buchempfehlung.

Hätte ja sein können, das meine Aussage hier schnell jemand verifizieren oder falsifizieren hätte können.

Glücklicherweise hat sich die Frage für mich mittlerweile eh geklärt.

Gruß,

larsd

Anti-Neutron

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Beitrag Fr 4. Mai 2012, 06:41

Re: zeitlicher Sonnenstand

larsd hat geschrieben:und habe daher einfach mal die effektive (spürbare) Achsenneigung der Erde bezüglich der Sonne als konstant angesehen, (ist eben irgendein Wert zwischen -23.5° und 23.5°)

Hallo larsd,

das $\epsilon (t)$ ist also der Winkel zwischen der Erdachse und der Verbindungslinie zwischen Erdmittelpunkt und Sonne. Das wäre soweit noch OK.

Hätte ja sein können, das meine Aussage hier schnell jemand verifizieren oder falsifizieren hätte können.

Die Formel ist dann wohl falsifiziert, weil man damit nur am Nordpol konstante Höhenwinkel bekommt. Am Südpol sollte das aber genauso sein, nur mit einem anderen Vorzeichen für $\epsilon (t)$.

Glücklicherweise hat sich die Frage für mich mittlerweile eh geklärt.

OK.
Freundliche Grüße, B.

Myon

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Beitrag Sa 8. Dez 2012, 00:53

Re: zeitlicher Sonnenstand

;)

Hier bitte eine möglicherweise abwegige ( :oops: zu abwegige) Frage:

Wäre es möglich durch genauere Digitalisierung der "Parameter" (s.o.) :? und/ oder potentieller Parameter (also ohne Teleskop) :arrow: , mit Hilfe von Zeitmessung, die über ca. X Jahre (je nach Kapazität von Rechnern) andauern ( >>> zwecks potentieller Vergleichsdaten, >>>> Hochrechnung usw.), folgendes zu beweisen:

Die Sonne dreht sich um eine externe zweite Achse. 8-)

Begründung, theoretischer Beweis:
Ein solcher "digitalisierter Excenter" könnte beweisen, und dies ausschließlich, ob die Sonne eine Zwillingssonne hat. :shock: 8-)

Es dürfte sehr unwahrscheinlich sein, dies allein durch Meteoreinschläge zu beweisen, auch wenn dies in regelmäßigen Abständen passiert.

Pendant:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Inner ... tem-en.png

Vergleich von „Trojans“, „Greeks“ die Streuung von Hildas auch eine „Zwillingssonne“ als Brauner Zwerg (relativ unsichtbar für viele Teleskope) beweisen könnten.

Anti-Myon

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Beitrag Di 11. Dez 2012, 16:00

Re: zeitlicher Sonnenstand

Die Sonne bewegst sich um das Zentrum unserer Galaxis. Das ist aber ein sehr langsamer Vorgang und die Situation ist nicht vergleichbar mit Jupiter und Sonne. Die Trojaner (etz.) sind ein Resultat der Interaktion von der Gravitation von Sonne und Jupiter. Jupiter ist zwar deutlich kleiner als die Sonne, aber der Groessenunterschied ist nicht so gewaltig wie der zwischen Sonne und unserem Galaxienkern. Ich halte es daher fuer uwahrscheinlich ein Analogon zu den Trojanern auf Galaxienebene zu zu finden. Anders ist das fuer das System Erde-Mond: Dort findet man Objekte in den sogenannten Lagrange-Punkten, wie beispielsweise Sateliten zur Sonnenbeobachtung...

Bezogen zum Galaktischen Kern kann man die Lagrange-Punkte sicherlich berechnen, allerdings sind die beiden unserer Sonne am naechsten liegenden Punkte (L1 und L2) instabil und L4 und L5 sind weit weg, so dass ziemlich viele andere Sterne dazwischen liegen (L3 ist beides instabil und weit weg), von denen wohl einige groesser sind als unsere Sonne und damit wird der Enfluss der Sonne auf die Punkte wohl eher vernachlaessigbar sein.

Die Galaxie kann man nicht einfach durch ein 2 oder 3 Koerper system beschreiben wie man Objekte oft in unserem Sonnensystem gut beschreiben kann, es ist weit komplexer und weit weniger aufgeraeumt.

Ach ja, es gibt experimentell die Moeglichkeit die Bewegung des Sonnensystems um den Galaxiekern mit Hilfe von hoch praezisen Gyroskopen zu bestimmen. Ob die Genauigkeit der Experimente ausreicht um zuverlässig die Geschwindigkeit zu bestimmen, weiß ich nicht, nur dass es experimentell machbar sein sollte.
Viele Gruesse
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Myon

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Beitrag Di 11. Dez 2012, 23:33

Re: zeitlicher Sonnenstand

Interessant.
Die Sonne dreht sich um das Zentrum der Galaxie.
Dies ist also ohne Teleskop logisch einfach zu erklären.

Zweifellos hat das Trojan-Feld die Sonne und den Jupiter in Einwirkung.

Aber eine Streuung selbst läuft dann immer noch explizit ab.
Digitalisiert in 3D-Virtuell, so hier eine Eingrenzung möglich sein müsste, mit hoher Rechenleistung.

Gemeint Eingrenzung:
Wie wäre die Streuung ohne potentiellen Braunen Zwerg?
Wie mit?

----------------------------------------------

Gerät möglicherweise die Sonne selbst durch diesen Braunen Zwerg kurzeitig (mehrere Tausend Jahre) in eine Situation, dass sie sich um eine weitere Achse drehen müsste?
Eine Achse die in ihr selbst ist, Standart, nun eine zweite Achse in ihrer unmittelbaren Nähe. Innerhalb oder kurz außerhalb der Sonne selbst?

Frage:
Welche Masse muss der Braune Zwerg haben, diese zusätzliche Rotationsbewegung bei der Sonne zu verursachen, wenn auch nur geringfügig?
Wie nahe müsste dieser potentielle Braune Zwerg an der Sonne vorbei ziehen?
Wäre dieses zusätzliche Rotieren um diese Achse feststellbar, wenn auch nur für wenig Tausend Jahre?

Ich meine:
Normalerweise wäre es einfach mit der Rotverschiebung möglich zu beweisen.
Kompliziert wird es den Eiertanz der Erde dabei zu berücksichtigen, ein guter Rechner könnte dies.

Anti-Myon

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Beitrag Fr 14. Dez 2012, 16:00

Re: zeitlicher Sonnenstand

Es gibt kein Trojan-Feld. Die Trojaner sind Gesteinsklumpen im all die sich auf der Juppiterbahn befinden und sie befinden sich an einem Punkt in dieser Bahn wo sich die Gravitationskraefte von Jupiter und Sonne zusammen mit der Fliehkraft aufheben. Lagrange hat die Punkte an dennen das passiert mathemtisch hergeleitet und diese Punkte sind daher nach ihm benannt... Also kein Trojan-Feld.

Brauer-Zwerg: Ich weiss nicht wie Du darauf kommst... Ein brauner Zwerg ist ein Objekt groesser als Jupiter, gerade noch zu klein um selber eine Sonne zu sein und wenn so ein Objekt auch nur den Rand unseres Sonnensystems streift ist das vermutlich unser aller Ende.

Ganz allgemein: die Masse eines Objektes ist nicht das einzig Entscheidende, die Gravitationskraft nimmt mit dem Abstang quadratisch ab.

Jupiter ist schwer genug um unsere Sonne periodisch schwanken zu lassen, das heisst beide drehen sich also eher um den gemeinsamen Schwerpunkt (mit korrekturen wegden der anderen Planeten), der allerdings innerhalb der Sonne ist, da sie zum Glück viel schwerer ist als Jupiter.
Viele Gruesse
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Myon

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Beitrag Fr 14. Dez 2012, 19:36

Re: zeitlicher Sonnenstand

Allerdings nur vermutlich das Ende, nicht unbedingt das Ende, es kommt auf die Distanz an.

++++++++++++++++++++++++++++++++

Du schreibst Trojan ohne Anführungsstriche. Da ist wohl etwas sehr ähnliches gemeint.
Jedoch in Sachen der Namen für "Trojans" + "Greeks" man sich möglicherweise auf keinen Namen einigen konnte, aus welchen Gründen auch immer, sonst würde man nicht diese Anführungsstriche gebrauchen.

++++++++++++++++++++++++++++++++

Fakten:
Hier ist "Trojans" in Anführungsstrichen zu lesen:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Inner ... tem-en.png

Es sind 2 Felder, nämlich "Trojans" + "Greeks" und ... gleichzusetzen mit den 3 gigantischen Feldern auf Umlaufbahn weiter innen zur Sonne als die Jupiterumlaufbahn, Hildas genannt.

Es stellt sich doch u.a. die Frage:
Wie konnten diese 5 Felder überhaupt entstehen?

1. "Trojans" + "Greeks" = 2 getrennte Felder auf der Jupiterbahn. Vor und hinter Jupiter.
2. Hildas = 3 getrennte Felder.

++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ich bin durch Recherche auf die These vom Braunen Zwerg gekommen. Weil große Ereignisse in Sachen Meteoreinschlag regelmäßig auftreten. Dies sind sehr große Zeiträume, dass diese nicht durch Jupiter verursacht werden können.
Meine These:
Jupiter ist meiner Einschätzung viel zu klein um die Sonne sichtbar zu beeinflussen.

Meine These:
Jupiter selbst nicht allein die Ursache für diese 5 Felder sein kann.


Begründung:
Zwar kann ein Meteor, der nicht exakt auf den Mittelpunkt vom Jupiter rast, von der Gravitation des Jupiter zerrissen werden, jedoch eine unmittelbare Flugbahn auf Jupiter notwendig wäre. Eine Flugbahn, die ein völlig anderes Bild ergeben würde, eben von diesen 5 gigantischen Feldern. Es wären Ringe, die sich um den Jupiter bilden müssten, jedoch nicht solche 5 gigantische Felder.
Welches externe Objekt könnte solche 5 gigantische Felder aus dem Ring und/ oder Orbit des Jupiter heraus ziehen?

++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Allgemein:
Ich glaube eher an politische wirtschaftliche Gründe, warum das Thema Brauner Zwerg totgeschwiegen ist.

Anti-Myon

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Beitrag Mo 17. Dez 2012, 11:22

Re: zeitlicher Sonnenstand

solomio hat geschrieben:Allgemein:
Ich glaube eher an politische wirtschaftliche Gründe, warum das Thema Brauner Zwerg totgeschwiegen ist.

:P
Ich glaube... das klingt schon fast nach Religion.

Bei Feld hab ich Dich falsch verstanden... Wenn Du diese Anhaeufung von Gesteinsbrocken als Feld bezeichen willst, meintwegen... Das ganze ist aber weniger Statisch als es den Eindruck hat auf dem Bild. Warum die da sind? Naja, die Gesteinsbrocken und viel Staub waren mal ueberall in unserem Sonnensystem, aber die Planeten haben mehr oder weniger das Sonnensystem freigeraeumt und naja, da gibt es halt ein paar Stellen, wo die Planeten nicht viel machen koennen, naemlich wenn die Gesteinsbrocken in ihren Lagrange-Punkten liegen, das kannst Du Dir von mir aus so vorstellen wie eine Stelle an Deinem Ruecken die Du nicht kratzen kannst... und da bleibt dann der Staub und die Gesteinsbrocken... das "vermutlich" habe ich nur deshalb in meinen letzten Beitrag reingestellt, weil wir einen braunen Zwerg der sich in Richtung unseres Sonnensystems bewegt kaum uebersehen koennten, die Strahlen im Infrarot, also haetten wir sicherlich Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte Vorwarnung bevor dieses Objekt die Planetenbahnen im Sonnensystem durcheinanderwuerfeln kann und diese Zeit koennten wir nutzen um uns einen besseren Ort zum Leben zu suchen.

Falls ein brauner Zwerg an den Rand des Sonnensystems kommt, so wird das das Ende des Lebens auf der Erde sein ueber kurz oder lang: Veraenderte Umlaufbahnen von Planeten, Meteoriten...

Und zum Jupiter: der hat Ringe: http://de.wikipedia.org/wiki/Jupiter_%2 ... Ringsystem
Aber die Ringe des Jupiter und die Lagrange-Punkte, das sind riessige Groessenunterschiede. Die Ringe sind von der Groessenordnung so gross wie der Jupiter und die Lagrangepunkte sind von der Groessenordnung so weit von Jupiter entfernt wie sein Abstand zur Sonne... Das ist so wie wenn Du den Vorgarten Deines Hauses mit einer Vorstadt vor Deiner Stadt vergleichst...
Viele Gruesse
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Myon

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Beitrag Mo 17. Dez 2012, 19:24

Re: zeitlicher Sonnenstand

... Warum die da sind? Naja, die Gesteinsbrocken und viel Staub waren mal ueberall in unserem Sonnensystem, aber die Planeten haben mehr oder weniger das Sonnensystem freigeraeumt und naja, da gibt es halt ein paar Stellen, wo die Planeten nicht viel machen koennen, naemlich wenn die Gesteinsbrocken in ihren Lagrange-Punkten liegen, ...


Wie alt ein Trümmerfeld wirklich ist, um deine These richtig zu beantworten, darüber lässt sich streiten.

Selbst Lagrange-Punkte sind instabil.

Myon

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Beitrag Fr 8. Feb 2013, 17:22

Re: zeitlicher Sonnenstand

Fakt

Es sind doch die Katastrophen, die durch regelmäßiges wiederholendes Geschehen, deshalb eine Auffälligkeit haben.
Ausschließlich deshalb macht man sich Gedanken:
Warum, wie und wodurch dies so ist.

Regelmäßig bedeutet quasi, dass man, salopp gesagt, die Uhr danach stellen könnte.

Wenn es nicht ein Brauner Zwerg ist, der durch seine explizite große Entfernung, gemeint: Mit einer Umlaufbahn ohne das Sonnensystem zu zerstören, die Ursache ist, dann muss es etwas anderes sein.

Mit anderen Worten:
Die Regelmäßigkeit steht in Option, ein Zufall scheidet aus.

Die Option als These wäre:
Alle ca. 64 Millionen Jahre Gerät das Sonnensystem außerhalb des Magnetfelds der Milchstrasse. Das Magnetfeld der Milchstrasse, das das Sonnensystem vor kosmischer Strahlung schützt.
Außerhalb geschieht dem Sonnensystem sogenannte Bow Schock.

Bilder über Bow Shocks anderer Sterne
http://www.spacetelescope.org/images/html/opo0903a.html

++++++++++++++++++++++++++

Andere schwerste Kastrophen der Erde, jedoch ohne Zusammenhang in Sachen regelmäßiger Auffälligkeit:

1. Der Theia Einschlag war vor 4,5 Mrd Jahren, bildete den Mond.

2. Danach der Orbit der Gasriesen schwankte, verursachte ein Bombardement auf der Erde, bewiesen durch den Mond.
Vorteil:
Silber, Gold und Platin sind deshalb an die Oberfläche der Erde geraten.

3. Mikroben bildeten sich, verursachten eine globale Eiszeit.

4. Vor 450 Millionen Jahren, das Leben im Meer vernichtet wurde, das erste große Artensterben auf der Erde, das durch kosmische Strahlung am Ende des Ordovizium verursacht werden konnte.

Anti-Myon

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Beitrag Mo 11. Feb 2013, 16:12

Re: zeitlicher Sonnenstand

solomio hat geschrieben:Es sind doch die Katastrophen, die durch regelmäßiges wiederholendes Geschehen, deshalb eine Auffälligkeit haben.
Ausschließlich deshalb macht man sich Gedanken:
Warum, wie und wodurch dies so ist.

Regelmäßig bedeutet quasi, dass man, salopp gesagt, die Uhr danach stellen könnte.

Naja, das ist jetzt sehr spekulativ. Es gibt immer wieder Katastrophen, aber von einer Regelmaessigkeit zu sprechen ist meiner Meinung nach nicht haltbar. Es stimmt, dass es Magnetfelder innerhalb der Milchstrasse und darueber hinaus gibt und die haben einen einfuss auf Teilchenstoeme, aber nicht auf große Objekte...

Eine Regelmaessigkeit mit langer Periode ist das Umkreisen des Zentrums der Milchstrasse. Die Milchstasse ist sehr vereinfacht eine Scheibe. Nun sind aber nicht alle Objekte genau in dieser Scheibe. Wenn also ein Objekt unter oder ueber der Scheibe ist muss das Objekt bei einem Umlauf um das Zentrum zweimal diese Scheibe durchkreuzen und unser Sonnensystem ist da keine Ausnahme. Sie braucht 220 bis 240 Millionen Jahre für einen Umlauf ergo wird die Scheibe alle 110 bis 120 Mio Jahre durchkreutzt. Die Wirklichkeit sieht wohl anders aus, und die Gravitation der Scheibe selbst spielt dabei eine entscheidene Rolle: Laut Wiki durchkreutzt unser Sonnensystem die Scheibe alle 30 bis 45 Millionen Jahre einmal.

http://de.wikipedia.org/wiki/Milchstra% ... 9Fensystem

Auf 65 Millionen Jahre komme ich bei diesen Zahlen nicht. Das regelmäßige System der Planeten ist nicht vergleichbar mit dem chaotischen System unserer Galaxie und bei so langen Umlaufzeiten bleibt wohl kaum Zeit ueber evolutionsmechanismen die instabilen und chaotischen Bahnen aus dem System zu bekommen, dadurch dass sie immer wieder zusammenstossen bis sie Stabil sind... dafuer sind die Perioden zu lang und die Anzahl an Koerpern im System viel zu gross. Vielleicht in 10^20 Jahren haben wir in der Milchstasse ein stabiles System aus ein paar Schwarzen Loechern die ein Zentrales umkreisen analog zu unserem Sonnensystem? Das ist jetzt aber eine ziemlich wilde und unfundierte Spekulation.
Viele Gruesse
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Myon

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Beitrag Di 12. Feb 2013, 15:39

Re: zeitlicher Sonnenstand

blablubbb hat geschrieben:... Es stimmt, dass es Magnetfelder innerhalb der Milchstrasse und darueber hinaus gibt und die haben einen einfuss auf Teilchenstoeme, aber nicht auf große Objekte...


Es bezieht sich ja auch sekundär auf relativ weniger große "Objekte":

Wiederholende Katastrophen werden geologisch fundamentiert vorwiegend durch Einschläge von Himmelskörpern. (Ursprung vorwiegend aus der u.a. Oortsche Wolke).

Konkret:
Durchmesser über 8km. Ist auch relativ groß.
Wenn Teilchenströme von außerhalb der Milchstrasse auf diese relativ kleinen Himmelskörper (u.a. Oortschen Wolke) treffen, da kann sich durchaus etwas bewegen.
Ist mehr Fakt als Spekulation, oder mehr als nur Meinung.

Eine sehr komplexe Angelegenheit, die mutmaßlich auf offiziellen Wissenschaftlichen geologischen Erkenntnissen beruht.

Meinung meistens keine Begründung mit Quellenangabe hat.

http://www.nexworld.tv/blog/2010/04/ast ... /#comments

1. Bernhard sagt:
6. April 2010 um 05:33
@alle
Wisst ihr, weshalb nur ein Verrückter diese Welt verändern kann?
Weil die “Normalen” eine Anpassung an den bestehenden Wahnsinn dieser Welt sind!


++++++++++++++++++++++++++++++

The Solar Systems "Bobbing" Motion

http://www.grandunification.com/hyperte ... Flips.html

Varying Centripetal Acceleration and Local Gravity

http://www.grandunification.com/hyperte ... vitational Induction of an Electromagnetic Wave on a Ball-of-Light

The earth's 100,000 Year Orbital Cycle

http://www.grandunification.com/hyperte ... e.html#The earths hundred thousand year orbital cycle

If this secondary orbit is happening every 100,000 years, then our solar system would have:
· medium gravitational fields every 50,000 years
· high gravitational fields every 100,000 years
· and low gravitational fields every 100,000 years


http://www.nexworld.tv/blog/tag/sonnenaktivitat/

... Dies ist eine „Seiten“-ansicht der Milchstrasse. Man hat herausgefunden, dass, während das Sonnensystem sich um die Galaxie dreht, sich die Erde hoch und runter bewegt ähnlich wie ein Karussellpferd. Wenn man der traditionellen Kinematik folgt, dann würde die Erde in diesem Zyklus die größten induzierten Gravitationskräfte erleben, wenn sie ihre Richtung ändert, da die Beschleunigung an diesem Punkt am größten wäre.
Dieses Auf- und Abschaukeln erzeugt auf eine zyklische Weise eine Beschleunigung und eine Verlangsamung ähnlich der klassischen Erklärung eines Pendels. 5
In meinem Essay “Cosmic Time Cycles” habe ich das gezeigt, und es ist ein wichtiger Hinweis auf die zeitlich wiederkehrenden Katastrophen, die sich in der Vergangenheit in unserem Sonnensystem ereignet haben. ...

Myon

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Beitrag Di 12. Feb 2013, 23:57

Re: zeitlicher Sonnenstand

Einschläge im Fokus ...

http://scienceblogs.de/astrodicticum-si ... enstossen/

#69 ...

Überleg doch mal in aller Ruhe: Du schreibst selbst, nur alle 100 Mio Jahre (im Schnitt natürlich) fällt ein Asteroid so gross wie Chicxulub vom Himmel. Chicxulub killt die Dinosaurier, klare Sache. Aber wen haben den Chicxulub’s Vorgänger (vor ~200, ~300, ~400, ~500 Mio Jahren) gekillt? Und wie? Wenn die fünf grossen Massenaussterben der letzten 500 Mio Jahre dadurch ausgelöst wurden (was ja zahlenmässig schön aufgehen würde) – warum finden wir an diesen Übergängen keine Iridiumschichten, Ascheschichten, Spherulen, extraterrestrische Aluminium-Spinelle, geschockte Quarze, isotopische Anzeichen für schnell ansteigende Erosion, Kohlenstoff-Isotopenvariationen und all das weitere, was wir von der K/T-Grenze als Anzeichen eines Impakt-Massenaussterbens gelernt haben? Es gibt da einfach keine simplen Kausalitäten!

#70 ...

@ Bynaus: Ja meinst du denn es wäre so einfach, die Spuren dingfest zu machen? Der Einschlag in Mexiko ist einer der größten bekannten. Hinzu kommt das es einen großen Unterschied macht wo ein solches Objekt einschlägt, in welchem Winkel usw.. Viele Krater liegen tief im Meer und sind längst verwittert.

Da findet man nichts mehr von dem Iridium. Die Kontinente sind seit Mio. Jahren in ständiger Bewegung. Berge werden abgetragen und umgeformt. Von solchen Katastrophen bleibt somit längerfristig praktisch nichts mehr übrig, Und es wird umso schwieriger nachzuweisen, umso länger das Ereignis zurückliegt.

Es war schon ein glücklicher Zufall, das der Chixulubkrater noch so gut anhand der vorhandenen Spurenindizien als Dinokiller identifiziert werden konnte.

#80 ...

Wir können einfach das Pech haben, das über die langen Zeiträume andere Massensterben noch viel schwieriger nachzuweisen sind. Das Iridium könnte sich z.B. gehäuft irgendwo im Meer befinden, und da kommen wir sowieso nicht ran.

#82 ...

Diese Forschungsarbeiten zeigen klar, dass Asteroideneinschläge ab einer gewissen Größe globale Folgen haben und das Massensterben die Folge sein können. Wenn du wissen willst, was sie herausgefunden haben und Belege für meine Aussagen haben willst, dann findest du das – zum Beispiel – in dem Buch das oben genannt habe (http://www.uapress.arizona.edu/Books/bid155.htm). Das hat 1300 Seiten. Soll ich die alle hier nacherzählen?

Nochmal: Ich habe NICHT behauptet, dass alle Massensterben durch Asteroideneinschläge verursacht werden. Ich habe NICHT behauptet, dass jeder Asteroideneinschlag ein Massensterben verursacht. Ich HABE behauptet, dass ab einer gewissen Größe ein Impakt eine globale Katastrophe darstellen kann und dazu führt, das auch global Lebewesen sterben. Das ist belegt. Die Tatsache, dass es in der Erdgeschichte Massensterben gibt, denen kein Asteroideneinschlag eindeutig zugeordnet werden kann, widerspricht diesen Aussagen nicht.
...


Zu #80

http://www.cosmiq.de/qa/show/3364986/Ti ... as-ist-da/

...

Der Meeresgrund der Tiefsee ist immer noch weniger erforscht ist als der Mond (ca. 5% des Meeresgrundes insgesamt sind erforscht), ...

...

Letztendlich hat der Mond eine Oberfläche von ca. 37.960.000 km² und die Meeresoberfläche der Erde beträgt 361.200.000 km² wovon eine Fläche von 318.000.000 km² Tiefsee ist. Die Fläche der Tiefsee beträgt also etwa das 8,5 - fache der Gesamtoberfläche des Mondes.
...


Fazit:
Beweise finden, finden können, ist u.a. ein Grund nach den primären Ursachen oder Beweisen zu suchen, in den Fokus stellen, u.a. z.B. auch mit Hilfe der Astrophysik.


Fakten (vorwiegend durch Geologie):

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 42272.html

178 Meteoritenkrater wurden auf der Erde bereits gefunden - wie aber kann es sein, dass ausgerechnet der größte bislang unentdeckt blieb? Der Krater von Maniitsoq verrät sich nicht als ausgedehnte Kuhle in der Landschaft; nur noch seine Überreste sind erkennbar.

Die meisten Meteoritenkrater der Erde bleiben ganz verschwunden. Tektonische Platten-Verschiebungen haben die Spuren der Einschläge eliminiert - die Krater tauchen mitsamt der Platten ins Erdinnere ab. Außerdem haben Wind und Regen den Boden abgeschliffen. Und Schlamm, Sand und Bewuchs decken die Senken zu.

Eine gewaltige Unregelmäßigkeit des Magnetfelds jedoch brachte Forscher um Adam Garde vom Geologischen Dienst Dänemarks nun auf die Spur des Giganteneinschlags in Grönland: Auf einer Fläche von der Größe Brandenburgs unterscheidet sich das magnetische Feld des Bodens deutlich von der Umgebung. Die Forscher wurden misstrauisch.

Tief in den Boden gerammt

Sie nahmen Gesteinsproben in dem Gebiet - und wurden fündig: Auf einer Fläche größer als Berlin und Hamburg zusammen, entdeckten sie seltsam verformtes Granitgestein. Auch die Quarze zeigen dort Spuren immenser Gewalt: Lamellen verraten, dass die Minerale mit einem Mal extrem zusammengepresst worden sind.

Die Größe des betroffenen Gebietes deute darauf hin, dass die Kräfte nicht von Erdbeben oder anderen lokal begrenzten Ereignissen ausgegangen sein könnten, schreiben Garde und seine Kollegen im Fachmagazin "Earth and Planetary Science Letters". Auch die Orientierung der Quarzlamellen zeige, dass ein Meteorit eingeschlagen sein müsse: Die Linien seien nicht zufällig angeordnet, sondern wiesen in eine Richtung - ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie bei einem einzigen gigantischen Ereignis entstanden sind.

Es seien allerdings nur noch die letzten Überreste der Katastrophe zu finden, berichten die Forscher. Die Felsen, die heute an der Oberfläche stünden, hätten zur Zeit des Einschlags in 25 Kilometer Tiefe gelegen. In Jahrmilliarden haben Wind und Wetter die Gebirge eingeebnet. Das wussten Forscher bereits aus der geologischen Kartierung der Region. Der Meteorit muss sich also etwa 30 Kilometer tief in den Boden gebohrt haben. Meteoriten dieser Größe können so tief ins Erdreich vorstoßen, das zeigen Simulationen.

Der Dino-Killer verblasst

Die heute vom Einschlag gezeichnete Fläche zeige also den ehemaligen Grund des Aufschlags in großer Tiefe, den Boden des trichterförmigen Kraters. Rechne man diese Fläche hoch auf die damals betroffene Erdoberfläche, ergebe sich die Rekordgröße für den Krater: Er müsse 500 bis 600 Kilometer breit gewesen sein, meinen die Forscher - und wäre damit etwa doppelt so groß wie der derzeitige Rekordhalter, der Vredefort-Krater in Südafrika.
...
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